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Homöopathie

Literatur

Kommentar zu "Informationen zur Homöopathie"

http://www.informationen-zur-homoeopathie.de/?page_id=41

Was ist an der Homöopathie problematisch?

  • Die Prinzipien der Homöopathie sind biologisch in höchstem Maße unplausibel. Wie ein Arzneimittel wirken soll, das so hoch verdünnt ist, dass meist kein einziges Wirkstoffmolekül mehr darin enthalten ist, lässt sich mit den fundamentalen Erkenntnissen der Wissenschaft und den Naturgesetzen nicht in Einklang bringen. Wenn Wasser, wie die Homöopathen behaupten, wirklich eine Art Gedächtnis hat, dann müssten die Lehrbücher der Physik neu geschrieben werden. (Nur selten werden solche Behauptungen belegt. Es wurde jedoch tatsächlich gezeigt, dass Wasser in der Struktur seiner Wasserstoffbrücken zwischen den Molekülen Informationen speichern kann. Wasser hat also wirklich ein Gedächtnis. Aber (und es gibt immer ein „aber”), Wasser ist auch äußerst vergesslich. Die gespeicherte Information bleibt nämlich nur ca. 50 Femtosekunden (Billiardstel Sekunden) erhalten. Dann gehen die Wassermoleküle wieder neue (und ebenso flüchtige) Verbindungen zu benachbarten Molekülen ein. Homöopathen, die von einem Wassergedächtnis reden, können auch nicht erklären, warum die Eigenschaften der Urtinktur auf das Wasser übergehen, jedoch nicht die der Gefäße oder allen anderen Dingen, mit denen das Wasser vorher in Kontakt kam, und sie erklären auch nicht, warum das Gedächtnis nicht mit dem Wasser verschwindet, wenn die Lösung auf Globuli getröpfelt wird und dann verdunstet.)
  • Selbst wenn das homöopatische Präparat noch Wirkstoffanteile enthält, so ist unklar, wie der Wirkstoff die Erkrankung heilen soll. Der Wirkmechanismus ist unplausibel.
  • Dagegen sprechen qualitativ hochwertige klinische Studien, in denen homöopathische Globuli mit Placebo-Globuli verglichen wurden. Über die Jahre haben Gesamtauswertungen dieser rund 150 Studien immer deutlicher gezeigt, dass Homöopathie auch auf klinischer Ebene nicht funktioniert. Seit über zehn Jahren zeigen alle gut gemachten Auswertungen weitgehend einheitlich: Homöopathie ist nicht wirksam. (Schlecht gemachte Studien zeigen zum Beispiel viel eher ein positives Ergebnis als gut gemachte. Es kann aber auch ein systematischer Fehler in der Studie stecken, absichtlich oder unabsichtlich. Und auch bei den allerbesten Studien gibt es immer eine Irrtumswahrscheinlichkeit von fünf Prozent. Vor allem aber liegt es daran, dass Homöopathie-Studien mit negativem Ergebnis einfach nicht publiziert werden.)
  • Post hoc ergo propter hoc – weil die Linderung auf die Einnahme der Kügelchen folgte, muss sie dadurch verursacht worden sein. Ein klassischer Fehlschluss. Dieser Fehlschluss wird im subjektiven Erleben dadurch begünstigt, dass man als Erfahrung nur das hat, was nach den Kügelchen geschehen ist, nicht das, was ohne sie geschehen wäre. Die eigene Erfahrung ist ungeheuer überzeugend. Aber leider nicht immer der Weg zur Wahrheit. Der randomisierte kontrollierte Versuch, das RCT, ist der subjektiven Erfahrung überlegen.
  • Denn die Homöopathie hat sich nicht wesentlich weiterentwickelt, sie ist ein Dogma.
  • Ein Arzneimittel, das keine Nebenwirkung hat, steht in dringendem Verdacht, auch keine Hauptwirkung zu haben.
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